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Hausärzteverband Niedersachsen e. V.

Der Vorsitzende des Niedersächsischen Hausärzteverbandes, Dr. Matthias Berndt, hat mit Susanna Bauch von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung ein Interview zur aktuellen Situation der Hausärztinnen und Hausärzte in Niedersachsen geführt.


Fax Landesverband 18.05.2020

Hinweis: Mitglieder erhalten dieses Rundschreiben und den EBM-Spicker kostenlos per E-Mail an



EILMELDUNG GBA: Telefon-AU weiterhin möglich

Hannover, 20. April 2020. Soeben hat der Gemeinsame Bundesauschuss (GBA) verkündet, dass bei leichten Atemwegserkrankungen die telefonische AU (mit Gültigkeit für max. eine Woche und einmaliger Verlängerung bei fortdauernder Erkrankung) aufgrund der COVID19-Pandemie bis 4. Mai weiterhin möglich ist.
Ich freue mich, dass der GBA die Anregungen aus der Praxis aufgenommen hat.
Hier zeigt sich wie wichtig es ist, dass wir Hausärzte im Verband eng zusammenstehen und unsere bundesweit koordinierten Proteste gegen die Patientengesundheit gefährdende Entscheidung des GBA von Freitag erfolgreich waren.
Ausdrücklich danken möchte ich Frau Ministerin Dr. Reimann, die mit Ihrer heutigen Stellungnahme unsere Line unterstützt hat.

Dr. Matthias Berndt
Landesvorsitzender

Gemeinsamer Bundesausschuss (GBA) gefährdet Erfolge bei der Pandemiebekämpfung gegen COVID19
Berndt: „Es ist Irrsinn, die telefonische AU jetzt aufzugeben“

Hannover, 19. April 2020. Um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, galt ab 20. März 2020 eine Ausnahmeregelung, wonach die Arbeitsunfähigkeit (AU) bei Versicherten mit Erkrankungen der oberen Atemwege, die keine schwere Symptomatik vorweisen, auch nach telefonischer ärztlicher Anamnese festgestellt werden kann. Am Freitag hat der Gemeinsame Bundesausschuss jedoch überraschend gegen die Stimmen der Ärzteschaft entschieden, dass ab Montag keine telefonische AU mehr ausgestellt werden darf.
Dr. Matthias Berndt: „Es ist Irrsinn, die telefonische AU als eine sehr wirksame Maßnahmen zur Vermeidung von unnötigen Kontakten im Zuge der Pandemiebekämpfung gegen COVID19 aufzugeben.“
Die erfolgreichen und einschneidenden Bemühungen von Politik, Bevölkerung und allen Gesundheitsberufen im Kampf gegen die Corona-Pandemie erleben mit dieser unverständlichen und sachlich nicht nachvollziehbaren Entscheidung des GBA einen herben und aus Sicht des Landesvorsitzenden im Hausärzteverband Niedersachen unverantwortlichen Rückschlag. „Der Schutzwall, den wir im ambulanten Bereich gebildet haben, um die Kliniken für die Behandlung der lebensbedrohlich erkrankten Patienten zu entlasten, bekommt massive Risse.



Aktuelle Nachrichten für unsere Mitglieder

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

derzeit steht das Telefon in der Praxis nicht mehr still. Viele Patienten fragen nach, ob und wie sie eine telefonische AU bekommen oder wann und wo sie sich auf das neue Coronavirus testen lassen können, ob sie sogar gleich vorbeikommen sollten, um ja nur keine Zeit zu verlieren – dazwischen Anrufe von chronisch kranken Patienten, die sich nach neuen Rezepten oder Terminen für dringende Untersuchungen erkundigen, nach Ergebnissen von notwendigen Labortests usw. Gleichzeitig steigt die Verärgerung bei den Kolleginnen und Kollegen über fehlende Schutzkleidung oder Desinfektionsmittel, teils auch über die Zusammen- bzw. Erreichbarkeit der Gesundheitsämter.

Die andauernde Materialknappheit, der Umgang mit Quarantänebestimmungen (Abwägung von Infektionsschutzgesetz/ Praxisschließung bei Corona-Kontakt vs. Versorgung der Bevölkerung), die Gesundheitsrisiken für unsere Mitarbeiter und uns, alles das besprechen wir fortlaufend mit der KVN und ÄKN sowie den Gesundheitsämtern und der Politik, auch wenn schnelle Lösungen vielfach leider nicht immer gleich in Sicht sind. Aber: unser Vorschlag von Testzentren wurde letztlich, wenn auch nach anfänglichen Widerständen und in unterschiedlich schneller Erreichbarkeit, letztlich auch umgesetzt.

Wir müssen weiterhin alles dafür tun, damit sich das Virus insgesamt langsamer und nicht in unseren Praxen ausbreitet, daher unsere aktuelle Praxisempfehlungen SARS-CoV-2 (Coronavirus).


Corona-Virus: Hausärzteverbände in Niedersachsen sagen traditionellen Seminarkongress ab

Hannover/Lüneburg, 16. März 2020. Die Hausärztliche Servicegesellschaft Niedersachsen mbH hat sich als Veranstalterin in Abstimmung mit dem Geschäftsführenden Vorstand des Hausärzteverbandes Niedersachsen und dem Vorsitzenden des Landesverbandes Braunschweig darauf verständigt, den 36. Seminarkongress Norddeutscher Hausärzte am 8. und 9. Mai 2020 in Lüneburg aufgrund der SARS-CoV-2-Pandemie abzusagen. In einer Erklärung heißt es: „Diese Entscheidung dient ausdrücklich dem Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen sowie unseres Praxispersonals vor möglichen Infektionsrisiken bei unserer Fortbildung mit mehr als 1.200 Seminarteilnehmern. Eine Weiterverbreitung des Virus durch eine Übertragung von potentiell Erkrankten im Rahmen des Seminarkongresses und sich daraus ergebende Praxisausfälle aufgrund von 14-tägigen Quarantäne-Maßnahmen wären in der derzeitigen Situation unverantwortlich.“


Rundschreiben vom 16. März 2020

An alle Hausärztinnen und Hausärzte in Niedersachsen

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

aufgrund der etwas irritierenden Äußerung im Corona-Podcast auf NDR Info zur Rolle der inhalativen Steroiden bei der Asthmatherapie sehen wir uns genötigt, eine interdisziplinäre Stellungnahme unserer beiden Landesverbände abgeben zu müssen:
Wir möchten Sie eindringlich auffordern, trotz der drohenden Corona-Pandemie die inhalative Steroidtherapie Ihrer Asthmapatienten NICHT zu verändern! Ein medikamentös gut eingestellter, symptomkontrolliertem Asthmapatient hat ein deutlich geringeres Exazerbationrisiko als ein nur teilkontrollierter, symptomatischer Patient, gerade bei Virusinfektionen. Auch muss betont werden, dass bei dem zeitnah beginnenden Birkenpollenflug für viele Asthmatiker eine inhalative Steroidtherapie unverzichtbar ist. Wir möchten Sie gemeinsam bitten, sich durch die angestoßene Diskussion nicht verunsichern zu lassen.

Diese Empfehlungen erfolgen im Einklang mit der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie.

Mit kollegialen Grüßen

Dort. med. Matthias Berndt, Dr. med. Carsten Gieseking, Dr. med. Henning Geldmacher




Corona-Virus: Hausärzteverband Niedersachsen begrüßt Maßnahmen der Landesregierung – Verbandschef Dr. Matthias Berndt: "Einrichtung von regionalen Testzentren schützt Patienten und schont Ressourcen!"

Hannover, 2. März 2020. Der Hausärzteverband Niedersachsen begrüßt die konsequente Fortführung der Eindämmungsstrategie, die Einrichtung von Testzentren und die Beschaffung von Schutzausrüstung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen. "Die von der Koordinierungsgruppe der Landesregierung zur Bekämpfung des Corona-Virus beschlossenen Maßnahmen sind sehr gut geeignet, infizierte Patienten zu identifizieren und die weitere Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Durch die Trennung von Patientenströmen von potentiell Corona-Infizierten und ‘normalen’ Patienten wird das Infektionsrisiko für die Letztgenannten deutlich reduziert", sagt Dr. Matthias Berndt, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Niedersachsen.

Potentiell Infizierte sollten auch weiterhin die Hausarztpraxen telefonisch kontaktieren, damit die Hausärzte eine Risikoabwägung entsprechend der Kriterien des Robert-Koch-Institutes vornehmen und die Patienten an die für sie richtige Stelle steuern könnten. "Der heutige Tag hat gezeigt, dass dieses Verfahren sowohl bei den Patienten akzeptiert als auch in der Praxisorganisation funktioniert", so Berndt. Durch die geplante Errichtung von Testzentren werde Schutzkleidung effizient eingesetzt und könnten Testungsprozesse optimal durchgeführt und beschleunigt werden. "Wir Hausärzte sichern Gesundheitsministerin Reimann unsere volle Unterstützung bei der medizinischen Versorgung der Bevölkerung in Niedersachsen zu", so Berndt weiter.

Portraitfoto Dr. Matthias Berndt 2019

Portraitfoto Dr. Matthias Berndt 2019


Corona-Virus: Hausärzteverbände in Niedersachsen stimmen Vorgehensweise bei Verdachtsfällen ab und unterstützen Mitglieder mit Patienteninfos

Hannover/Braunschweig, 29. Januar 2020. Die Hausärzteverbände Niedersachsen und Braunschweig haben aufgrund der Diskussionen um das Corona-Virus ihre Mitglieder in einem Rundschreiben gebeten, bei Verdachtsfällen keine Diagnostik in den Praxen selbst durchzuführen, sondern direkt mit dem örtlichen Gesundheitsamt die weitere Vorgehensweise zu besprechen. „Da es seit gestern auch dem Landesgesundheitsamt Niedersachsen möglich ist, die erforderliche Diagnostik zur Identifizierung des Corona-Virus vorzunehmen, sparen wir als Hausärzte und damit als erste Ansprechpartner der Patienten wertvolle Zeit und können den Betroffenen schnell helfen“, sagte Dr. Matthias Berndt, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Niedersachsen. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Landesverbandes Braunschweig, Dr. Carsten Gieseking, informierten die Verbände heute ihre Mitglieder per Eilmeldung über die Vorgehensweise hinsichtlich möglicher, mit dem Virus infizierter Personen. „Der Hausarzt koordiniert die ersten Schritte und leitet die weitere Behandlung ein“, erklärte Berndt. Außerdem stellen die beiden Hausärzteverbände ihren Mitgliedern einen Patientenaushang für die Praxis sowie Informationen für die Praxishomepage der Hausärzte zur Verfügung.
„Das medizinische Wissen und die erforderliche Vorgehensweise mit Verdachtsfällen ändern sich aktuell täglich, abhängig vom Wissensstand und der Ausbreitung. Daher empfehlen wir nicht nur Hausärzten, sich auch auf der Homepage des Robert-Koch-Institutes unter www.rki.de und des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes unter www.nlga.niedersachsen.de zu informieren“, so Berndt und Gieseking.


Eilmeldung Corona-Virus

Hannover/Braunschweig, 29. Januar 2020. Das Corona-Virus hat nun auch Niedersachsen erreicht, sodass uns dieses Thema als Hausärzte und erstem Ansprechpartner der Patienten in unseren Praxen beschäftigen wird.
Das medizinische Wissen und die erforderliche Vorgehensweise mit Verdachtsfällen ändern sich aktuell täglich, abhängig vom Wissensstand und der Ausbreitung.

Unser aktueller Stand (29.01.2020, 12.00 Uhr) und unsere Empfehlungen sind folgende:

  1. Aktuelle medizinische Informationen und empfohlene Vorgehensweisen erhalten Sie auf
    den Seiten des Robert-Koch-Institutes RKI und des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes.
  2. Bei Verdachtsfällen in Ihren Praxen führen Sie keine Diagnostik durch, sondern nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Gesundheitsamt auf und besprechen die Vorgehensweise.

Wir arbeiten an einem Hinweis für Ihre Praxishomepage und einem Patientenaushang an der Praxistür für Verbandsmitglieder, damit sich nicht „potentiell Infizierte“ in die Wartezimmer zu anderen chronisch Kranken und immunsupprimierten Patienten setzen.
Diese Informationen stehen unseren Mitgliedern ab morgen, 12.00 Uhr, auf unserer Homepage unter www.hausaerzteverband-Niedersachsen.de als Download zur Verfügung.

 

aktualisiert am  22.05.2020nach oben

 
 
 

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